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Wie seid Ihr denn organisiert? Wir haben die offenen Gesprächsgruppen und die Guttempler-Gemeinschaften. Beide treffen sich in der Regel getrennt. Denn in der Gesprächsgruppe geht es darum, erst einmal von der Sucht loszukommen. Dabei werden die Teilnehmer unterstützt von Menschen, denen dieser Kraftakt gelungen ist und die zufrieden "ohne" leben. Jederzeit kann auch die Guttempler-Gemeinschaft besucht werden. Sie steht jedem offen. Gespräche, Diskussionen, gemeinsame Unternehmungen, Spiel und Spaß stehen auf dem Programm. Die mögliche Selbstverpflichtung, alkoholfrei zu leben, und die Mitgliedschaft sind ein weiterer Schritt in der positiven Entwicklung. Wir haben in Deutschland elf Landesverbände und einen Dachverband, und wir sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.
Wenn man einen Rückfall hat, fällt man dann bei Euch raus?
Wer Mitglied werden möchte, verpflichtet sich, alkoholfrei zu leben. Das ist Voraussetzung. Bei einem Rückfall bleibt in jedem Fall die Zugehörigkeit zur Gesprächsgruppe erhalten, und es bleibt die Zuwendung der Guttempler. Jedoch verliert man automatisch seine Mitgliedschaft - bis zur Wiederaufnahme. Dies klingt hart, kann jedoch als zusätzliche Hemmschwelle gegen einen Rückfall wirken. Ein Rückfall kann auch Teil des Heilungsprozesses sein, bei dem die Guttempler dem Betreffenden helfen und ihm zur Seite stehen. |
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