| Aktuelle Erhebung: Junge Menschen trinken wieder mehr | | Drucken | |
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Rauschtrinken junger Erwachsener bleibt ein Problem
Bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ist der Konsum von Alkohol, Tabak und Cannabis in den letzten zehn Jahren stetig gesunken. Alkohol wird jedoch unverändert stark in der Altersklasse der 18- bis 25-Jährigen getrunken, während der Cannabiskonsum stabil ist. Allgemein ist bei den jungen Menschen der Tabakkonsum rückgängig. Insgesamt ist der Suchtmittelkonsum seit 2001 rückläufig Als Bilanz teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA mit, dass in den Jahren 2001 bis 2011 junge Menschen in Deutschland insgesamt weniger Suchtmittel konsumiert haben. Das geht aus der aktuellen Erhebung zur Drogenaffinität von jungen Menschen von 12 bis 25 Jahren in Deutschland hervor, die die Bundeszentrale seit über 30 Jahren durchführt. Dazu hat sie 5000 Jugendliche und junge Menschen befragt. ("Jugendliche" = 12 - 17 Jahre, "junge Erwachsene" = 18 - 25 Jahre)
Der Alkoholkonsum nahm gegenüber 2010 zu Rauschtrinken: Mindestens einmal im Monat haben sich 15 Prozent der Jugendlichen einen Rausch angetrunken, indem sie mehr als fünf alkoholischen Getränken bei einer Gelegenheit getrunken haben. Das ist eine Abnahme von 8 Prozent gegenüber 2004 (23 Prozent). Dagegen ist bei den jungen Erwachsenen das Rauschtrinken mit 42 Prozent fast gleich weit verbreitet wie 2004 (44 Prozent). Jedoch waren es 2010 weniger (35 Prozent), so dass hier eine Zunahme von 4 Prozent vorliegt. Regelmäßiger Konsum: Mindestens einmal in der Woche trinken 14 Prozent der Jugendlichen Alkohol. Damit ist der regelmäßige Konsum in den letzten zehn Jahren um 4 Prozent deutlich zurückgegangen (18 Prozent 2001). Bei den jungen Erwachsenen ist gegenüber 2001 keine Veränderung zu verzeichnen (40 Prozent). Vergleicht man jedoch diese Ergebnisse mit dem Jahr 2010, so ist jedoch unverkennbar, dass der regelmäßige Alkoholkonsum, der 2010 einen erfreulichen Tiefpunkt erreichte und bei den Jugendlichen "nur" bei 13 Prozent und bei den jungen Erwachsenen bei 35 Prozent lag, im vergangenen Jahr wieder zugenommen hat. Trenwende: Rauchen ist out Nur noch etwa jeder zehnte junge Jugendliche raucht noch. Diese Trendwende spiegelt sich in den Zahlen: Vor zehn Jahren waren noch 28 Prozent Raucher-innen gegenüber 12 Prozent in 2011. Auch die jungen Erwachsenen rauchen weniger: Von 45 Prozent sank ihr Anteil gegenüber 2001 um 7 Prozent (38 Prozent). In den zehn Jahren hat auch die Zahl der jungen Menschen, die noch nie in ihrem Leben geraucht haben, bemerkenswert zugenommen: Bei den Jugendlichen sind es 71 Prozent gegenüber 41 Prozent 2001, während die Nichtraucher-innen unter den jungen Erwachsenen um 5 Prozent zugenommen haben (von 23 auf 28 Prozent). Es wird weniger Cannabis konsumiert Im Jahr 2011 gaben 7 Prozent der jungen Jugendlichen an, schon einmal Cannabis konsumiert zu haben. Das ist eine Absenkung um die Hälfte gegenüber den 15 Prozent im Jahr 2004. Dagegen hat der Konsum der jungen Erwachsenen nur unbedeutend um 4 Prozent von 43 Prozent in 2004 auf 39 Prozent in 2011 abgenommen. Gegenüber 2010 ist er jedoch um 4 Prozent gestiegen.
Näheres: Infoblatt: www.bzga.de/presse/daten-und-fakten Download der Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BzgA: "Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2011": www.bzga.de/forschung/studienuntersuchungen/studien/suchtpraevention/ Informationsangebote der BzgA: www.bist-du-staerker-als-alkohol.de (Alkoholprävention für unter 16-Jährige) www.kenn-dein-limit.info (Alkoholprävention für 16- bis 20-Jährige) www.rauch-frei.info (Tabakprävention für Jugendliche) www.drugcom.de (Informationen zu illegalen Suchtmitteln) JF 02/2012 |
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