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Was sind die Guttempler eigentlich,

und was macht Ihr?

 

Zunächst einmal: Wir leben alkohol- und drogenfrei.

Dahinter steht in der Regel eine persönliche Suchterfahrung, direkt oder als Angehöriger. Sie lässt uns  vieles bewusster erleben.

Und sie macht uns glaubwürdig, wenn wir anderen Menschen anbieten, sie bei ihren Suchtproblemen zu unterstützen.

Es gibt auch Guttemplerinnen und Guttempler, die aus sozialem Engagement und nicht aus der Abgängigkeit bei uns sind.

 

Seid Ihr eine religiöse Gruppe?

Nein, wir sind der größte nichtkonfessionelle Verband in der Suchtselbsthilfe in Deutschland.

Wir arbeiten überkonfessionell, demokratisch, überparteilich und ehrenamtlich.

Wir sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

 

Und wie kommt Ihr zu dem Namen?

Als die Guttempler 1851 in den USA gegründet wurden, sahen sie ihre Ziele der Nächstenliebe und praktischen Hilfe bei den damals idealisierten Tempelrittern verwirklicht.

So erfanden sie den Kunstnamen "Guttempler".

 

Warum heißt Ihr "Orden"?

Mitte des 19. Jahrhunderts richteten sich Orden, wie die Johanniter und Malteser, neu auf ihre karitativen und sozialen Aufgaben aus. So wählten auch die Guttempler wegen ihrer Ziele die Ordensform.

"Orden" bedeutet, sich auf eine festgelegte gemeinsame Lebensform zu verpflichten. Bei uns ist das die Verpflichtung, alkohol- und drogenfrei zu leben.

Hinzu kommen unsere Ideale Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden.