| Aufklärung und HiIfe: Mehr Spaß im Karneval ohne Alkoholmissbrauch | | Drucken | |
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Massiver Einsatz und viele Angebote für die Jugendlichen
Jährlich werden in Nordrhein-Westfalen über 4.000 Kinder und Jugendliche wegen akuter Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingewiesen. Wenn auch der regelmäßige Alkoholkonsum bei Jugendlichen insgesamt rückläufig ist, so trinken nach wie vor zu viele Kinder und Jugendliche bis zur Bewusstlosigkeit. Und die bevorstehenden "tollen Tage" lassen hier große Befürchtungen wegen des Alkoholkonsums - auch der Erwachsenen - aufkommen. Daher hat die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens eine Aufklärungs-Offensive für mehr Spaß im Karneval ohne Alkoholmissbrauch angestoßen. Infopakete, Polizei, Ordnungs- und Jugendämter im Einsatz Landesweit werden Aktivitäten verstärkt, um das Komasaufen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Auch werden Ordnungsämter, Jugendämter und Polizei verstärkt auf Einhaltung der Jugendschutzgesetze achten, damit im Karneval - ohne erhöhten Alkoholmissbrauch - beim Spaß bleibt. Info-Materialien für Jugendliche und Eltern sowie neue Plakate zum Thema Alkoholmissbrauch herausgebracht, hat das NRW- Gesundheitsministerium aktuell herausgebracht. Sie können kostenlos angefordert werden. "Keine Kurzen für Kurze": Mobile Teams für die Jugendlichen Wie das Ministerium mitteilt, finden insbesondere in Hochburgen des Karnevals wie in den Vorjahren "zahlreiche Maßnahmen zur Vorbeugung des Alkoholmissbrauchs während der tollen Tage statt. - Düsseldorf: Dort ist ab „Altweiberfastnacht“ in der Altstadt und in der Innenstadt das mobile „StandfestTeam“ unterwegs, das gezielt Jugendliche anspricht, Infopakete verteilt und anhand verschiedener Mitmachaktionen zum kritischen Umgang mit Alkohol auffordert. - Köln: Hier sind ab dem Beginn der „tollen Tage“ im Rahmen der Kampagne „Keine Kurzen für Kurze“ mobile Teams in der Innenstadt unterwegs, um als Ansprechpartner/innen für Belange der anwesenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen (zum Beispiel karnevalsbedingte Partnerschaftsprobleme, übersteigerter Alkohol- oder Drogenkonsum, Erschöpfungszustände, Diebstähle und Raub) präsent zu sein und bei kritischen Zuständen einzugreifen. Darüber hinaus gibt es wieder das Jugendpartyangebot „Kölle Alarm“ und zahlreiche Aktionen an Kölner Schulen, die den überhöhten Alkoholkonsum auf vielfältige Art und Weise thematisieren. - Bonn: Präventionsfachkräfte sind wieder mit dem "Event Sprinter" und einer Menge an Angeboten während der gesamten Karnevalstage unterwegs. Diese beginnen an Weiberfastnacht am Bonn Beueler Rheinufer und enden Rosenmontag auf dem Bonner Rosenmontagszug. Jugendliche, die trotz aller Maßnahmen aufgrund ihres Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus landen, werden während der gesamten Karnevalstage in den Bonner Kliniken von speziellen Präventionsfachkräften betreut.
"Tanzen ist schöner Torkeln" Aber auch außerhalb der traditionellen Karnevalshochburgen gibt es viele Aktionen und Angebote, die zur Verhinderung von Alkoholmissbrauch beitragen sollen: Dazu gehören alkoholfreie Discos und/oder alternative Karnevalsveranstaltungen für Jugendliche, die unter anderem in Arnsberg, Düren, Leverkusen und Lindlar angeboten werden. Unterschiedliche Veranstaltungen und Aktionen stehen unter dem Leitsatz "Tanzen ist schöner als Torkeln" in den Kreisen Soest, Steinfurt und im Rheinisch-Bergischen Kreis. "Voll ist out" und "Feiern statt Reihern" Ebenso umfangreich sind die Maßnahmen in Münster, wo sich die städtische Präventionskampagne unter dem Leitsatz "Voll ist out" sowohl an Jugendliche und deren Eltern als auch an Gaststätten, Handel und Gewerbe richtet. Unter anderem werden mit Gewinnspielen und weiteren Aktionen in besonderer Weise Informationen über den Jugendschutz sowie Hinweise für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol vermittelt. In Mülheim an der Ruhr stehen die suchtpräventiven Karnevalsaktionen wieder unter dem Motto „Feiern statt Reihern“ und umfassen u. a. Theateraufführungen, Straßenaktionen, Elterninformationen sowie Infoveranstaltungen der Polizei zum Umgang mit Alkohol im Straßenverkehr. Hier wirken auch die Mülheimer Guttempler-innen mit. Weitere Maßnahmen finden sowohl im Vorfeld des Karnevals als auch während der Karnevalstage statt und beinhalten Informationsveranstaltungen für Karnevalsvereine, Infos für Eltern, Projekttage, Plakataktionen, Aufkleber, Wettbewerbe, Theateraufführungen sowie verstärkte Jugendschutzkontrollen. Sie laufen unter anderem in Aachen, Moers, Mönchengladbach sowie in den Kreisen Höxter und Warendorf.
"KLAR IST COOL" macht Schule Eine kritische Auseinandersetzung zum Alkoholmissbrauch und Hinweise zum „cleveren Umgang mit Alkohol“ vermitteln schließlich die Messe "KLAR IST COOL macht Schule" in Dinslaken und die "Mini-Messe" in der Region Erkrath-Hochdahl-Haan an den weiterführenden Schulen. Erfreulich ist es, dass auch die örtlichen Karnevalsvereine die Aktionen mittlerweile unterstützen und sich an den präventiven Maßnahmen aktiv beteiligen. Dazu gehören etwa gemeinsame Aktionen der Karnevalsgesellschaften und der Präventionsfachkräfte sowie entsprechende Hinweise zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol auf den örtlichen Karnevalswagen (zum Beispiel in Ahlen, Münster und Rheine)."
Quelle: NRW-Gesundheitsministerium, Pressemitteilung 14.2.2012 Adressen von Präventionsfachstellen und Hinweise zu Infomaterialien unter: Infomaterial des Gesundheitsministeriums kostenlos unter: JF 02/2012 |